Evamaria Friedrichsen, langjähriges Mitglied unseres Vereins „Zuflucht. Ökumenische Ausländerarbeit“, wird öffentlich geehrt

Januar 8th, 2012

Das freut uns sehr: Evamaria Friedrichsen gehört in diesem Jahr zu den Repräsentanten des öffentlichen Lebens, denen der Bundespräsident für ihre Verdienste um das Gemeinwohl dankt. Sie hat es verdient. Schon seit den 80-er Jahren war sie in Bremen dabei, die Nöte von Asylsuchenden und von Flüchtlingen wahrzunehmen und Hilfe zu leisten. So verstand sie ihr Christ Sein ganz praktisch. Energisch konnte sie ihre Stimme erheben ohne Rücksicht auf Verluste. Ebenso gehörte die Aufklärung über die Ursachen von Flucht und über den bürokratischen Umgang mit Flüchtlingen  für sie selbstverständlich immer dazu. Sie gab die „Info-Nachrichten“ heraus, die für viele haupt- und ehrenamtlich Tätige in der Migrationsarbeit eine Hilfe waren. Es war nur logisch, dass sie 1993 als „Urmutter“ – wie sie sich selbstbewusst bezeichnete – zu den Mitbegründern unseres Vereins gehörte. Entschieden hat sie sich dafür eingesetzt, dass bessere Strukturen in der Bremer Flüchtlingsarbeit entstehen, jedoch kein Nebeneinander, sondern ein Miteinander. Solidarisch und kritisch hat sie über die Jahre die Flüchtlingsarbeit in Bremen begleitet, nicht zuletzt auch ein Kirchenasyl. Als alte Dame hat sie es gut verstanden, zum rechten Zeitpunkt dann auch abzugeben und zurückzutreten.

Pastor Friedrich Scherrer, 1.Vorsitzender

Familienzusammenführung von Roda B. dank Ihrer Spenden auf den Weg gebracht!

Dezember 19th, 2011

Seit Ende 2010 begleiten Mitglieder des Vereins “Zuflucht” und der save-me-bremen Gruppe die in Bremen lebende 33-jährige Roda B. aus Somalia und ihre 2 1/2-jährige Tochter.
Im September 2008  wurde das Dorf von Roda in der Nähe der Hauptstaft Mogadishu von Soldaten überfallen. Ihr Ehemann, ihre 3 Kinder und andere Familienangehörige waren verschwunden und man sagte ihr,  sie seien getötet worden. Unter Schock und im 6. Monat schwanger floh Roda über Eritrea und den Sudan nach Tripolis in Libyen.  Der Weg ging über Wochen unter schwersten Bedingungen auf überfüllten LKW’s durch die Wüste. Als sie im Dezember 2008 in Tripolis ankam, wurde sie verhaftet und verbrachte 4 Wochen im Gefängnis. Eine Woche nach ihrer Entlassung wurde ihre Tochter Hagira geboren. Zusammen mit dem Baby kam sie dann auf dem Seeweg über das Mittelmeer nach Malta. Dort lebte sie in einem Flüchtlingslager, bis sie über ein UNHCR-Abkommen mit der Bundesrepublik Deutschland im Oktober 2010 in Bremen aufgenommen wurde.
Hier fand sie heraus, dass ihr Mann und ihre 3 Kinder noch am Leben sind und sich in einem Flüchtlingslager in Nairobi (Kenia) befinden. Sie hat Visumsanträge auf Familienzusammeführung gestellt und die Ausländerbehörde und das Auswärtige Amt verlangten DNA-Analysen, die beweisen sollen, dass es sich wirklich um eine Familie handelt. Über 4.000€ kosten die Analysen und die Flüge von Nairobi nach Bremen.
Seitdem am 27. November im Weser Kurier der Artikel über das Schicksal von Roda B. mit einem Spendenaufruf erschien, ist dieses Geld bereits zusammen gekommen! Roda hat die Analyse im Bremer Zentralkrankenhaus vornehmen lassen und nun wartet sie darauf, dass die Proben ihrer Familie aus Nairobi eintreffen. Sie ist zutiefst bewegt von der großen Hilfsbereitschaft der Bremerinnen und Bremer!
Wir begleiten die Familie bis zur Vollendung der Familienzusammenführung und werden Sie darüber informieren – das Verfahren dauert mindestens 3 Monate . Wenn Sie als SpenderIn eine Spendebescheinigung erhalten möchten, bitten wir Sie, uns per Mail, Fax, Telefon oder Post ihre Adresse zukommen zu lassen. Wir senden Ihnen dann im Januar eine Bescheinigung. Ihre Adresse wird nicht für Werbezwecke gespeichert!

Sollte mehr Geld zusammen kommen, als für die Familienzusammenführung und eine Starthilfe für die Familie benötigt wird, würden wir es im Rahmen unseres Sozialfonds anderen bedürftigen Flüchtlingen zu gute kommen lassen.

Margret P. von Hilfsbereitschaft der BremerInnen überwältigt

Dezember 19th, 2011

Am 9.10. berichtete der Weser Kurier über die Notlage der in Bremen lebenden 57-jährigen Margret P. aus Ghana:
Im April 2009 warf ihr damaliger Ehemann sie aus der gemeinsamen Wohnung. Sie musste ins Frauenhaus gehen und blieb dort über 2 Jahre. Denn erst mit der Scheidung kam sie gegen den Willen ihres Ex-Mannes aus dem gemeinsamen Mietvertrag heraus und konnte sich endlich eine neue Wohnung suchen. Doch nun musste sie dafür zahlen, dass das Frauenhaus ihr Schutz gewährte – einen Eigenanteil von 3.600 € forderte das Jobcenter, das für die Kosten aufgekommen war. Margret P., die als Zimmermädchen arbeitet und jeden Cent benötigt, um für ihre 4 in Ghana lebenden Kinder zu sorgen, konnte dieses Geld nicht aufbringen.
Die Resonanz des Spendenaufrufs im Weser Kurier war überwältigend: Rund 7.000€ kamen zusammen. Margret P. ist ihre Schulden los und überglücklich! Sie dankt allen SpenderInnen von Herzen! Das restliche Geld verwahren wir für MigrantInnen aus dem Frauenhaus, die in eine ähnliche Notlage geraten wie Margret P.
Wer eine Spendenbescheinigung oder ein persönliches Dankesschreiben von Margret P. erhalten möchte, den bitten wir, uns per Mail, Fax, Telefon oder Post seine/ihre Anschrift mitzuteilen. Sie erhalten dann im Januar von uns die Bescheinigung – ihre Adresse wird nicht für Werbezwecke gespeichert!

 

Innenministerkonferenz beschließt Aufnahme von 900 Flüchtlingen

Oktober 17th, 2011

1.10.2011: UNHCR-Flüchtlingszelt vor dem Bremer Hauptbahnhof

 

Im Dezember beschloss die Konferenz der Länderinnenminister (IMK), dass Deutschand sich an einem Aufnahmeprogrammen für Flüchtlinge (Neuansiedlung/Resettlement) beteiligen wird. In den kommenden 3 Jahren sollen 900 Flüchtlinge aufgenommen werden. Für das Bundesland Bremen bedeutet dies die Aufnahme von gerade mal 3 Flüchtlingen pro Jahr.
Dies ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Aber die Aufnahmezahlen mit dem Zeithorizont der nächsten drei Jahre sind angesichts der zu lösenden Probleme dürftig.
Allein für das Jahr 2012 benötigt das Hohe Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) weltweit 172.000 Resettlementplätze. Besonders dringend gelöst werden muss das Problem der subsaharischen Flüchtlinge, die nach Flucht und Vertreibung aus Libyen immer noch im Lager Choucha auf der tunesischen Seite der Grenze leben und nicht in ihre Herkunftsländer zurückkehren können. Mehrere tausend Flüchtlinge brauchen allein hier kurzfristig Aufnahmeplätze.

s. auch unten “Bremer save me Gruppe” und

http://www.proasyl.de/de/presse/detail/news/manifest_fuer_ein_europa_der_humanitaet_und_solidaritaet/

Das monatliche Treffen des Flüchtlingsrates Bremen

August 1st, 2011

Flüchtlingsrat Bremen
Offenes Plenum, trifft sich monatlich am 2. Dienstag in den Räumen des Diakonischen Werkes Bremen, Contrescarpe 101 (Nebeneingang des Konsul-Hackfeld-Hauses, 5 Stock).
Die nächsten Treffen finden statt am 10. Januar, 14. Februar und 13. März 2012.

www.fluechtlingsrat-bremen.de

Save me Arbeitsgruppe Bremen

August 1st, 2011

Save me Arbeitsgruppe Bremen

Am 24. Februar 2010 wurde die Arbeitsgruppe save-me Bremen unter der Federführung des Vereins „Zuflucht–Ökumenische Ausländerarbeit e.V.“ gegründet. Neue Mitglieder sind herzlich willkommen!

Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe ist am
Dienstag, 7. Februar 2012 um 19h00
Berckstr. 27, Bremen-Horn

Ziele der Kampagne in Bremen:
- Möglichst viele Verbände und Einzelpersonen für ein Resettlement, ein Neuansiedlungsprogramm für Flüchtlinge zu gewinnen.
- Ein höheres, bundesweites Aufnahmekontingent von Flüchtlingen im Rahmen des Resettlementprogramms des UNHCR.
- Unterstützung der Flüchtlinge in ihrer Integration durch das Land Bremen
- Begleitung der Flüchtlinge durch Paten und Patinnen – je nach Zeit und Möglichkeiten

Weitere Informationen finden Sie unter

www.save-me-bremen.de

Salutissimo – Menschenrechte für junge Papierlose in Bremen

August 1st, 2011

Salutissimo bietet Unterstützung und Beratung. Das Projekt will Menschen ohne Papiere die Wahrnehmung grundlegender Menschenrechte ermöglichen:
- Zugang zur Gesundheitsversorgung
- Besuch von Schule oder Kindergarten
- Beurkundung der eigenen Geburt
Kontakt:
Haus der Diakonie
Blumenthalstr. 10, 28209 Bremen
Ansprechpartner:
Holger Dieckmann, Tel.: 0421 – 349 67-75
Marion Wunstorf, Tel.: 0421 – 349 67-23

Ausstellung: Menschen auf der Flucht – Ankommen damals und heute
20.09. – 06.10.2011 St. Petri Dom Bremen

Januar 8th, 2011

Die Ausstellung des Kulturladens Huchting ist ein Ergebnis des Erfahrungsaustausches zwischen BremerInnen pommerscher, schlesischer oder ostpreußischer Herkunft  sowie irakischer, afghanischer oder russischer Ursprungskultur. Fluchtgeschichten von damals und heute werden miteinander in Beziehung gesetzt, um gegenseitiges Verständnis zu ermöglichen.
Mit dem St. Petri-Dom als Ausstellungsort und den Begleitveranstaltungen  wollen wir das Thema Flucht und Migration ins Zentrum Bremens bringen. Wir wollen diskutieren, welche Verantwortung und welche Möglichkeiten Kirche, Politik und Zivilgesellschaft haben, um Ankommen zu ermöglichen und die Einwanderungsgesellschaft zu gestalten.

Begleitprogramm:

Dienstag, 20.09.2011 19:00 Uhr
Ausstellungseröffnung St. Petri Dom

Kirchen als Ort der Zuflucht: Grußwort von Domprediger Christian Gotzen
Einführung in die Ausstellung + Bericht über ihre Entstehung durch MitarbeiterInnen des Kulturladens Huchting
Ankommen ermöglichen – Einwanderungsgesellschaft gestalten.
Von der Verantwortung der Kirche, der Politik und der Zivilgesellschaft für Flüchtlinge und MigrantInnen.
Es sprechen:
- Bürgermeisterin Karoline Linnert
- Pastor Renke Brahms, Bremische Evangelische Kirche
- Rita Sänze, Quartiersmanagerin im Stadtteil Gröpelingen
Musik: Insan…popular, Interkulturelles Stadtteilorchester Huchting

Dienstag, 27.09.2011 19:00 Uhr
Veranstaltung „Flucht im Film“ mit Dr. Thomas Kroll
Domkapitelhaus, Domsheide 8

Filmsequenzen zum Thema „Menschen auf der Flucht- Ankommen damals und heute“ und Einsatzmöglichkeiten des Mediums Film in der Arbeit mit Gruppen zum Thema Flucht und Migration.

Montag, 26.9.2011 bis Samstag, 1.10.2011 12:00 Uhr
Mittagsgebete im Dom zum Thema „Flucht und Ankommen“

 

Grundrechte nur für Deutsche?
Wie Flüchtlinge systematisch von gesellschaftlicher Teilhabe ausgegrenzt werden

Januar 8th, 2011

Donnerstag, 3. März 2011 18.00 Uhr
Vortrag und Diskussion mit
Prof. Dr. Wolf-Dieter Just
Neda Abdolali + Rashad Babayew
von „Jugend ohne Grenzen“ Hamburg

Den Vortrag von Prof. Dr. Just finden Sie unter “Zum Herunterladen”

Nacht der Kirchen 2010 – Vielfältig statt einfältig
Vom Reichtum interkultureller Nachbarschaften

Januar 8th, 2011

In unterschiedlichen Formen (Gottesdienst, Theater, Live-Musik von Flamenco über Weltmusik bis Jazz, Märchenerzählen, Ausstellungen) präsentierten Menschen unterschiedlicher Herkunft am 25.9.2010 in der Immanuelkapelle Walle ihren kulturellen Reichtum ebenso wie die Freuden und Tücken des alltäglichen Zusammenlebens.